Kakao aus der Dominikanischen Republik.

Wie kam es zu diesem Projekt?

Kakao ist neben Zucker, Kaffee und Tabak eines der Hauptexportgüter der Dominikanischen Republik. Die meisten Kakaobäuer:innen verfügen aktuell jedoch über zu kleine Parzellen, um vollständig von deren Ertrag leben zu können. Auch HALBA kauft seit 2019 Kakaobohnen in Bio- und Fairtrade-Qualität aus der Dominikanischen Republik ein. Damit weitere Einkommensmöglichkeiten für die Kakaobäuer:innen vor Ort entstehen können, setzen HALBA und ausgewählte Kunden von HALBA seit 2021 mit der Kakaokooperative Cooproagro und dem International Trade Center (ITC) ein Projekt um, das den nachhaltigen Kakaoanbau durch Dynamische Agroforstwirtschaft (DAF) fördert.

 

Was wird gemacht?

Um die Einkommenssituation in den Regionen Duarte und Maria Trinidad Sanchez zu verbessern und gleichzeitig die gefährdeten Wälder auf der Karibikinsel zu schützen, werden die Bäuer:innen bei der Nutzung Dynamischer Agroforstwirtschaft gefördert. Dazu sollen bis 2029 rund 120 Bäuer:innen in dieser wegweisenden Anbaumethode geschult und mit entsprechendem Pflanzmaterial und Werkzeugen unterstützt werden.

Einen besonderen Fokus legt das Projekt auf die Integration von Kokospalmen in die Kakaopflanzungen. In der Dominikanischen Republik besteht eine grosse Nachfrage nach Kokosfett, die derzeit nur durch Importe aus Asien gedeckt werden kann. Die im Projekt angebauten Kokosnüsse liefern den Bäuer:innen nicht nur Zusatzerträge, sondern reduzieren auch teure Kokosnussimporte und klimaschädliche Transporte.
Das Projekt fokussiert sich neben der Etablierung neuer DAF-Parzellen auf strukturierten Hochbaumschnitt. In der Dominikanischen Republik sind viele Kakaoflächen unzureichend gepflegt, was zu geringer Produktivität führt. Da Kakao in der Dominikanischen Republik teilweise bereits in Mischsystemen mit Schattenbäumen wächst, bietet die Rehabilitation bestehender Flächen vor allem durch Hochbaumschnittmassnahmen grosses Potenzial zur Ertragssteigerung. Um diese Ziele zu erreichen, werden spezialisierte Teams ausgebildet, die sowohl Fachwissen im Hochbaumschnitt als auch in der Neuinstallationen von DAF-Systemen verfügen. Das Projekt kombiniert somit DAF-Neuanlagen mit gezielter Baum-Pflege und Fachausbildung.
Bis 2029 soll die Anlage mit einer Fläche von 100 ha in 70 ha Neuinstallationen und 30 ha rehabilitierte Flächen aufgeteilt werden.

 

Stand 2025:

40 Kakaobäuer:innen bewirtschaften ihre Flächen unter DAF-Bedingungen auf insgesamt rund 20 Hektaren.