Die Nachfrage nach Kokosfett steigt: Als Zutat in Schokoladen- und Bäckereiprodukten sowie in Desserts ist Kokosfett zu einer beliebten Palmölalternative avanciert. Denn Palmöl stellt durch Anbau in Monokulturen und Verdrängung wertvoller Waldökosysteme ein erhebliches Nachhaltigkeitsrisiko dar. Damit der Kokosnussanbau nicht zu den gleichen Risiken wie der Palmölanbau führt, hat HALBA eine direkte Lieferkette für Kokosfett aus Côte d’Ivoire aufgebaut und fördert dort einen nachhaltigen Kokosnussanbau durch Dynamische Agroforstwirtschaft (DAF). Zudem wurden die Kokosbäuer:innen dabei unterstützt, eine Fairtrade- sowie Bio-Zertifizierung zu erlangen. Im Vergleich zu Asien, wo der grösste Teil der Kokosnüsse angebaut wird, bietet sich Côte d’Ivoire mit deutlich kürzeren Transportwegen als ideales Herkunftsland an.
Zwischen 2021 und 2024 haben HALBA und Coop gemeinsam mit den Partnern Pro Fairtrade AG, Plantations Modernes de la Côte d’Ivoire (PMCI), Nutriswiss sowie dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) eine transparente Lieferkette für Fairtrade- und Bio-zertifiziertes Kokosöl aufgebaut – vom Anbau der Kokosnüsse bis zur Herstellung des Kokosöls. Dabei wurde die Kooperative Scoops Cocobio gegründet, die mittlerweile sowohl Fairtrade- als auch Bio-zertifiziert ist und über 200 Mitglieder:innen zählt.
Das Projekt hat auch zum Ziel, dass rund die Hälfte der Bäuer:innen ihren Kokosnussanbau auf Dynamischen Agroforst (DAF) umstellen. Dabei wird der Anbau der Kokospalmen kombiniert mit Holz-, Frucht- und Kakaobäumen sowie Sträuchern und Nahrungspflanzen wie Maniok, Bohnen, Mais und Ananas. Das Projekt trägt wesentlich zur Ernährungssicherung der beteiligten Bäuer:innen wie auch Einkommenssteigerung und -diversifizierung bei. Der lokale Partner PMCI plant, bis Ende 2027 50 Hektaren seiner industriellen Kokosplantage auf DAF umzustellen. Das Projekt wird vom Coop Fonds für Nachhaltigkeit finanziell unterstützt.