Kakao aus Peru.

Wie kam es zu diesem Projekt?

Seit den 90er-Jahren wurde in Peru der Kakaoanbau als Alternative zum illegalen Kokaanbau gefördert. Allerdings führte dies zu hohen Entwaldungsraten. HALBA kauft seit 2011 Bio- und Fairtrade-Kakaobohnen aus der Region San Martin und startete kurz danach mit Partnern wie Acopagro, PUR Projet  ein Aufforstungsprojekt, um CO₂e-Emissionen zu speichern und den Regenwald zu schützen.

 

Was wird im Projekt gemacht?

Für CO₂-neutrale Schokolade werden in der Kooperative Acopagro Bäume gepflanzt, um die Entwaldung zu bekämpfen und die Biodiversität zu erhalten. Das Projekt hat den Bäuer:innen eine neue Einkommensquelle geboten, da die Kooperative das gebundene CO₂ im internationalen Emissionshandel verkaufen konnte. In den Zeitraum 2011 bis 2024 hat HALBA so mit PUR Projet durch das Pflanzen von Bäumen 76 000 Tonnen CO₂ gespeichert.

HALBA hat in diesem Projekt noch bis 2024 Emissionen für Schokoladenprodukte mit dem Label «Carbon-neutral Product» ausgeglichen, indem sie die CO₂e-Fussabdrücke der Produkte berechnen und von der Stiftung myclimate validieren liess. Das Projekt hat zudem zum Erhalt von 4 954 Hektaren Wald beigetragen. Ab 2025 richtet HALBA ihre Klimastrategie vollständig an den Vorgaben der Science Based Targets initiative (SBTi) aus. Damit wird geplant, auf die Kennzeichnung «Carbon-neutral Product» zu verzichten, da der Fokus auf der systematischen Reduktion von Emissionen entlang der Lieferkette liegt.

Wie in anderen Kakaoanbaugebieten leidet auch die Region San Martin in Peru unter nicht nachhaltigen Kakaoanbaumethoden. Diese haben in den letzten Jahren zu hohen Ernteeinbussen geführt, vor allem durch die Verbreitung von Krankheiten und Schädlingen. Aus diesem Grund hat sich HALBA entschieden, auch hier den in anderen Ländern bereits erfolgreich umgesetzten Ansatz der Dynamischen Agroforstwirtschaft (DAF) anzuwenden. Die Zusammenarbeit mit der Kakaokooperative Acopagro und den Partnern Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Helvetas Swiss Intercooperation besteht seit 2024. Ecotop unterstützt dieses DAF-Projekt mit dem notwendigen technischen Know-how.
 

Stand 2024:

Bis Ende 2024 wurden in diesem Projekt 76 000 Tonnen CO₂e ausgeglichen.
Zudem wurden bis Ende 2024 erste DAF-Parzellen-Pilot-Parzellen angelegt. Sie bilden die Grundlage für die Ausarbeitung eines fundierten DAF-Projekts mit ACOPAGRO, HALBA und anderen Partnern.