Für HALBA sind die Achtung, Wahrung und Förderung der Menschenrechte und des Umweltschutzes zentrale Werte und selbstverständliches Kernelement der Unternehmensverantwortung.
Bei der Umsetzung der Sorgfaltspflicht orientiert sich HALBA am Due Diligence-Leitfaden der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ziel ist, negative Auswirkungen auf die Menschenrechte und die Umwelt zu identifizieren und durch wirkungsvolle Massnahmen zu vermeiden, zu mindern, zu beseitigen oder, wo notwendig, für Wiedergutmachung zu sorgen.
Unterschiedliche Funktionen, aber eine gemeinsame Vision: Réka Szalay und Petra Heid verfolgen das Ziel, die Position von HALBA als nachhaltigste Herstellerin von Schweizer Schokolade und Snacks weiter auszubauen und wann immer möglich Bio- und Fairtrade-Rohstoffe zu verarbeiten. Ein ambitioniertes Ziel.
Fest steht: Das von Beginn an wegweisende Nachhaltigkeitsengagement von HALBA soll sich kontinuierlich weiterentwickeln.
«Soziale Nachhaltigkeit liegt mir am Herzen. Während eines Engagements in Nepal vor einigen Jahren, konnte ich Frauen in einem Mikrofinanzierungsprojekt beraten und unterstützen. Das zeigte mir, wie wichtig es ist, Projekte zu fördern, die das Leben verbessern, Gemeinschaften stärken und Perspektiven schaffen», sagt Réka Szalay, CEO bei HALBA. «Diese Erfahrung steht auch für unsere übergeordnete Unternehmensphilosophie. Verantwortungsvolles Handeln ist entscheidend für langfristigen Erfolg für alle entlang der Wertschöpfungskette.»
Petra Heid ist seit 2015 Leiterin Nachhaltigkeit bei HALBA und engagiert sich nicht nur beruflich zum Thema Nachhaltigkeit. «Dank einem Gemeinschafts-Permakultur-Garten wächst bei mir zu jeder Jahreszeit Biogemüse direkt vor der Haustür», sagt Petra Heid. Ihr Genussgarten am Bodensee dient der saisonalen Selbstversorgung und dem Erhalt der Biodiversität.
Réka Szalay: «Bei HALBA ist Nachhaltigkeit seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der soziale Verantwortung, Umweltaspekte und gute Unternehmensführung umfasst. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und unsere Stellung als Nachhaltigkeitspionierin halten.»
Petra Heid: «Ein Pionier, eine Pionierin ist jemand, der oder die auf einem bestimmten Gebiet neue Wege geht. HALBA ist seit mehr als zehn Jahren eine solche Wegbereiterin: Unsere Nachhaltigkeitsprojekte sind zukunftsweisend.»
Wie wird verantwortungsvolles Handeln verankert und wie stellt HALBA sicher, dass die Sorgfaltspflichten eingehalten werden?
Réka Szalay: «Wir haben nachhaltiges und verantwortungsvolles Geschäftsverhalten klar im Unternehmen verankert. Unsere Mitarbeitenden werden regelmässig geschult. So vermitteln wir ihnen ein fundiertes Grundlagenwissen für die sozialen und ökologischen Herausforderungen und Lösungsansätze in unseren Lieferketten.»
Petra Heid: «Wir legen grossen Wert auf Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Rohstoffe, von der Beschaffung über die Produktion bis zum Verkauf. Unsere Policies zu den wichtigsten Themen legen unsere Schwerpunkte fest und bilden das Fundament unserer Unternehmensnachhaltigkeit. Unsere Ziele und Massnahmen sind darin klar formuliert, und sie stellen sicher, dass wir unsere Verantwortung wahrnehmen.»
Wie werden potenzielle Risiken in Bezug auf Rohstoffbeschaffung, Arbeitsbedingungen und Geschäftspraktiken identifiziert und bewertet?
Réka Szalay: «Im Jahr 2024 haben wir gemeinsam mit einer externen Beratungsfirma eine umfassende Analyse durchgeführt, um potenzielle negative Auswirkungen auf Menschenrechte und die Umwelt in unseren Lieferketten zu identifizieren und zu überprüfen. Diese Analyse hat die Definition der 18 Rohstoffe bestätigt, bei deren Produktion und Verarbeitung erhöhte soziale oder ökologische Risiken bestehen könnten. Basierend darauf werden Massnahmen entwickelt, um diese Risiken zu beseitigen, zu verringen oder zu vermeiden.»
Welche konkreten Massnahmen hat HALBA ergriffen, um identifizierte Risiken zu minimieren oder zu beseitigen?
Petra Heid: «Unsere Massnahmen konzentrieren sich auf als 'kritisch' eingestufte Rohstoffe. Bis 2026 sollen 80 % dieser Rohstoffe mit einem Nachhaltigkeitsstandard zertifiziert sein. Bald werden neben unseren Kakaobohnen auch unsere Derivate vollständig rückverfolgbar sein. So wissen wir, wo und wie sie produziert wurden und dass dabei soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt worden sind.»
Réka Szalay: «Ausserdem ist im 2024 unser Umsatz mit Bio-Produkten im Vergleich zum Vorjahr um weitere 13 % gestiegen, wodurch mehr als 30 % unseres Gesamtumsatzes mit Bio-Produkten erzielt wird. Wir sind auf Kunden und Menschen angewiesen, welche sich vertieft mit den sozialen und nachhaltigen Fragen auseinandersetzen und in ihrem Konsum auch konsequent handeln. So schaffen wir gemeinsam nachhaltig Gutes.»
Petra Heid: «Wir engagieren uns mit verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten direkt am Ursprung und gehen mit ihrer Umsetzung weit über die Anforderungen der Nachhaltigkeitsstandards und Lieferketten-Transparenz hinaus. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Kooperativen fördern wir aktiv Dynamische Agroforstsysteme, um den Anbau kritischer Rohstoffe nachhaltiger zu gestalten und das Einkommen der Lieferanten zu erhöhen und zu diversifizieren.»
Réka Szalay: «Auf eine faire Beschaffung legen wir besonders grossen Wert. Dazu gehört die Pflege von fairen und langfristigen Beziehungen zu Lieferanten sowie Produzenten. Zudem fördern wir die Bezahlung eines existenzsichernden Einkommens für die Bäuerinnen und Bauern, was auch zur Vermeidung von Kinderarbeit von hoher Bedeutung ist.»
Petra Heid: «Mit dem Nachhaltigkeitsprojekt 'Sankofa' fördern wir zusammen mit anderen Partnern seit 2019 den dynamischen Agroforst und Einkommensdiversifizierung, kombiniert mit einem Klimaschutzprojekt beim Kakaoanbau in Ghana.»
Wie trägt HALBA dazu bei, die Klimaziele zu erreichen?
Réka Szalay: «Als Division der Coop Genossenschaft folgen wir ihrer Klimastrategie. Die gesamte Coop-Gruppe, einschliesslich HALBA, ist 2023 der 'Science Based Target Initiative' beigetreten. Unsere Massnahmen zur Förderung Dynamischer Agroforstsysteme unterstützen auch die SBTi-Reduktionsziele.»
Petra Heid: «Die Verhinderung der Entwaldung sowie die Förderung von Wiederaufforstung sind entscheidend, um die Klimaziele bis 2030 und 2050 zu erreichen. Der 2024 von HALBA gegründete Fond für Klimaschutzmassnahmen wird künftig die Finanzierung der klimarelevanten Agroforst-Projekte in der eigenen Lieferkette übernehmen. Durch den Einkauf von emissionsreduzierter Schokoladen-Produkte ermöglichen wir unseren Kunden, ihren Fussabdruck zu senken. Dadurch wird ein weiterer, wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.»
Wie wird die Umsetzung der Nachhaltigkeitsmassnahmen bei HALBA überwacht?
Réka Szalay: «Die Anforderungen in den Richtlinien oder der externen Standards, wie Fairtrade, Bio Suisse oder amfori BSCI, werden regelmässig anhand unabhängiger Audits in unseren Lieferketten überprüft. Ausserdem besucht unsere Nachhaltigkeits- und Einkaufsabteilung immer wieder unsere Lieferanten vor Ort, um die Umsetzung der Massnahmen sicherzustellen und den direkten und persönlichen Kontakt zu pflegen.»
Wie kommuniziert HALBA über ihr Nachhaltigkeitsengagement und dessen Fortschritte?
Petra Heid: «In unserem Nachhaltigkeitsbericht zeigen wir unser Engagement in den verschiedenen Bereichen und berichten über die erzielten Ergebnisse, so können sich unsere Stakeholder über den Stand und die Fortschritte informieren.»
Réka Szalay: «Unser Nachhaltigkeitsengagement orientiert sich unter anderem an den UN-Entwicklungszielen. Wir setzen zusätzlich eigene detailliertere Ziele, messen diese konsequent und dokumentieren unseren Fortschritt in jedem Bereich. Diese Fortschritte motivieren das gesamte HALBA-Team immer wieder aufs Neue und ermöglichen uns, unseren Pionier-Status zu halten und andere in der Branche zu inspirieren. Die Besuche vor Ort bestätigen die Wirksamkeit unseres Engagements und zeigen die Wichtigkeit der Weiterverfolgung dieses Weges, um noch mehr zu erreichen.»