Bei HALBA suchen wir ständig nach Wegen, CO₂-Emissionen zu minimieren. Erfahren Sie mehr über unsere CO₂e-Strategie.

CO₂e-Strategie.

Ein Schwerpunktthema im Bereich Unternehmensnachhaltigkeit bei HALBA ist der Umgang mit CO₂e-Emissionen. Hierbei konzentrieren wir uns auf Vermeidung und Verminderung von Emissionen. Für die Produktion unserer hochwertigen Lebensmittel benötigen wir Energie. Die Schokoladenherstellung mit ihren vielfältigen Prozessen benötigt besonders viel Wärme, wodurch es zu CO₂-Emissionen kommt. Hier suchen wir ständig nach weiteren Möglichkeiten, Treibhausgasemissionen zu vermeiden oder zu reduzieren. Da sich manche unserer Emissionen derzeit nicht vermeiden lassen, setzen wir auf Massnahmen zur Reduzierung von betrieblichen Emissionen und auf zusätzliche CO₂e-Speicherung innerhalb unserer Wertschöpfungskette, die zur Erreichung der Klimaziele beitragen. So verfolgt HALBA seit 2017, also seit dem Bau des neuen Standortes, das Ziel, die CO₂e-Emissionen durch CO₂e-Speicherung zu verringern. Seit 2011 hat HALBA die CO₂e-Emissionen ihrer alten Standorte in Wallisellen und Hinwil durch Projekte zur CO₂e-Speicherung reduziert (siehe Policy Klimaschutz).  Da ein wesentlicher Teil der Emissionen bereits in der vorgelagerten landwirtschaftlichen Produktion entsteht – insbesondere beim Anbau von Kakao, Nüssen, Zucker und weiteren Rohstoffen - engagieren wir uns gezielt in Projekten, die entlang der gesamten Lieferkette zur Emissionsminderung und Kohlenstoffbindung beitragen.

 

Gut zu wissen.

Unter dem Pariser Abkommen haben sich die Rahmenbedingungen für die freiwillige CO₂e-Kompensation stark geändert. Als Reaktion auf die neuen Rahmenbedingungen hat sich die Coop-Gruppe, zu welcher HALBA gehört, ambitionierte Klimaziele gesetzt, welche 2024 von der Science Based Target Initiative (SBTi) validiert wurden. Die Initiative bietet Unternehmen einen wissenschaftlich fundierten Rahmen für die Erreichung des langfristigen Klimaziels Netto-Null durch die Definition von ambitionierten und effektiven Massnahmen. Im Jahr 2022 hat HALBA zum ersten Mal ihren gesamten CO₂e-Fussabdruck berechnen lassen. Darauf basierend, wurde 2024 die eigene Klimafinanzierungsinitiative von HALBA gestartet. Dieser Fond finanziert klimarelevante Agroforst-Projekte in der eigenen Lieferkette, um zur Erreichung der SBTi-Reduktionsziele beizutragen. Die Umwandlung von bestehenden Kakaoparzellen in Dynamische Agroforstparzellen (DAF) mit erhöhter CO₂e-Bindungsfähigkeit wird zukünftig durch diesen Fond unterstützt. Die Reduzierung der CO₂e-Emissionen im Kakao trägt wesentlich zum angestrebten Reduktionsziel von HALBA bei und ermöglicht ihren Kunden durch den Kauf emissionsreduzierter Schokoladenprodukte ihre Scope 3-Emissionen zu senken. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Standort.

Die Coop-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, den CO₂e-Fussabdruck ihrer Produktionsbetriebe deutlich zu reduzieren. Im Zuge dieses Grossprojekts wurden am hochmodernen Produktionsstandort von HALBA in Pratteln schon beim Bau 2017 die besten Voraussetzungen für eine klimafreundliche Produktion geschaffen: An sonnigen Sommertagen versorgt die Photovoltaikanlage das gesamte Hochregallager und die Logistikanlagen mit Solarstrom aus eigener Produktion. Dank Holzschnitzelheizung und Abwärmenutzung entfallen direkte und indirekte Treibhausgasemissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger sowie der Fernwärmenutzung. Das Holz für die Schnitzelheizung stammt aus Wäldern im Umkreis von 50 Kilometern rund um den Fabrikstandort in Pratteln. Zudem ist der Standort Pratteln an das Schienen- und Flussnetz angebunden. Dies ermöglicht es, Transporte vom Strassenverkehr auf die Schiene oder den Wasserweg zu verlagern, was wiederum die höheren Emissionen des Strassentransports reduziert. Das Fabrikareal wurde ausserdem durch begrünte Dachflächen aufgewertet, die wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Greifvögel und Insekten schaffen. Diese Massnahme stellt einen zusätzlichen ökologischen Mehrwert dar, der über gesetzliche Anforderungen im Kanton hinausgeht.

 

Beschaffung.

Bei der Beschaffung der Rohstoffe entstehen durch Transportwege CO₂e-Emissionen. Um diese bestmöglich zu reduzieren, bezieht HALBA viele Rohstoffe aus Europa. Seit 2018 wird der grösste Teil an grünen Linsen und Kichererbsen nicht mehr aus Übersee, sondern von einem Bio-Produzenten in Südfrankreich importiert. Aus Nordmazedonien beschafft HALBA einen Teil ihrer Biohaselnüsse. Und bereits heute stammen über 50 % des Trockenpilze-Sortiments aus Südeuropa. Wir tragen durch kürzere Transportwege nicht nur selbst zur Reduktion und Kompensation von CO₂e-Emissionen bei, sondern nehmen bei der Beschaffung auch unsere Lieferanten in die Verantwortung (siehe Beschaffungspolicy).

Klimaschutzprojekte und ihr CO2-Bindungspotential nutzen.

HALBA hat bis 2025 die betrieblichen CO₂e-Emissionen sowie die Emissionen von Produkten durch Aufforstungsprojekte innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette mit dem Label «Carbon-neutral Product» ausgeglichen und zwischen 2011 und 2023 über 450 000 Bäume gepflanzt.  Ab 2025 richtet HALBA ihre Klimastrategie vollständig an den Vorgaben der Science Based Targets initiative (SBTi) aus. Damit wird geplant, auf die Kennzeichnung «Carbon-neutral Product» zu verzichten, da der Fokus auf der systematischen Reduktion von Emissionen entlang der Lieferkette liegt. Emissionen, die nicht vermeidbar sind, sollen durch Projekte zur zusätzlichen CO₂-Speicherung reduziert werden.

Anfang 2019 haben wir neue Aufforstungsprojekte in Ghana und Ecuador gestartet, die weltweit erstmalig Kakaoanbau in Dynamischer Agroforstwirtschaft (DAF) mit Klimaschutzmassnahmen nach «Gold Standard» kombinieren. Beim «Gold Standard» handelt es sich um den strengsten Standard für Klimaschutzprojekte. Coop leistet einen Beitrag zu diesem Projekte in Ecuador. Dort werden hochdiversifizierte DAF-Kakao-Anbausysteme angelegt, die neben Kakao auch eine Vielzahl an Frucht- und Nutzholzbäumen enthalten und somit besonders viel CO₂e binden. Schätzungsweise werden so auf 800 Hektaren bis 2029 56 000 Tonnen CO₂e gebunden. Mit diesem Engagement übernimmt Coop Verantwortung für die durch Flugtransporte, Lieferfahrten (coop.ch) und Geschäftsreisen entstandenen Emissionen.

HALBA erfasst in Ghana die CO₂-Speicherung auf 477 Hektaren als Beitrag zu den SBTi-FLAG-Zielen der Coop-Gruppe. Die Messungen und das Reporting erfolgen 2028/2029 und 2032/2033 nach den Richtlinien des Greenhouse Gas Protocols für Landnutzung. Schätzungsweise binden die Bäume auf dieser Fläche bis 2047 mehr als 200 000 Tonnen CO₂e.

 

Ziele.

Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen für unsere heutige Gesellschaft, und seine Auswirkungen betreffen auch HALBA. Daher ist es unser Anliegen, unseren Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Wir arbeiten ständig daran, unsere CO₂e-Emissionen auf allen Ebenen weiter zu reduzieren, mit dem Ziel, bis 2050 Netto-Null zu erreichen.