HALBA übernimmt Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In der Rohstoffbeschaffung stehen transparente Lieferketten, faire und langfristige Partnerschaften, ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie eine effiziente und kostenbewusste Beschaffung im Fokus. Ziel ist, soziale und ökologische Bedingungen kontinuierlich zu verbessern.
Positive Veränderungen in der Wertschöpfung sind nur möglich, wenn HALBA die Bäuer:innen und nachgelagerten Akteure kennt. Um Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schaffen, setzt HALBA auf direkte und rückverfolgbare Lieferketten. Wir bauen, wo immer möglich, direkte Wertschöpfungsketten auf, unterstützen Lieferanten beim Aufbau von Rückverfolgbarkeitssystemen und streben langfristige Partnerschaften an. So können wir Verantwortung übernehmen und ökologische sowie soziale Bedingungen in den Herkunftsländern unserer Rohstoffe aktiv verbessern.
Beispiel Kakaobohnen:
HALBA bezieht 83 % der Kakaobohnen direkt von Kooperativen in Ecuador, der Dominikanischen Republik und Honduras. Auch in Ghana besteht eine direkte Lieferkette zur Kooperative, wobei gesetzlich ein lizenzierter Importeur zwischengeschaltet ist und die Preise staatlich festgelegt werden.
Viele Kleinbäuer:innen stehen unter zunehmendem wirtschaftlichem Druck. Preisschwankungen, ungerechte Handelsbedingungen und klimatische Herausforderungen machen ein stabiles Einkommen schwer kalkulierbar. HALBA engagiert sich deshalb gemeinsam mit langjährigen Partnern für fairen Handel und sozialverträgliche Produktionsbedingungen.
Die Coop-Richtlinie «Nachhaltige Beschaffung» legt verbindliche soziale und ökologische Anforderungen für alle Lieferanten fest. HALBA orientiert sich daran und präzisiert die Umsetzung in ihrer Beschaffungspolicy.
Wir arbeiten direkt mit Kakaokooperativen und deren Kleinbäuer:innen zusammen, umgehen – wenn möglich – Zwischenhändler und zahlen faire Preise, die ein stabiles Einkommen ermöglichen. Ziel ist die Förderung existenzsichernder Einkommen und die Schliessung von Einkommenslücken, wo immer dies realisierbar ist (siehe Policy und Massnahmenplan «Existenzsichernde Einkommen und Löhne»).
Ein wichtiger Hebel zur Risikominimierung sind anerkannte Nachhaltigkeitsstandards. Aktuell sind 100 % der Kakaobohnen Fairtrade-zertifiziert und 76 % der kritischen Rohstoffe nach anerkannten Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert. Bis 2026 soll dieser Anteil auf mindestens 80 % steigen.
Zusätzlich zu Nachhaltigkeitsstandards adressieren wir gezielt Risiken, die durch unsere Rohstoff-Risikoanalyse identifiziert wurden. Der Fokus dabei liegt auf den 18 kritischen Rohstoffen. Bei Produktion in Risikoländern fordern wir die Umsetzung des amfori BSCI-Code of Conduct oder eines gleichwertigen Standards (siehe Coop-Richtlinie «Nachhaltige Beschaffung»). Der Schutz von Kindern sowie der Umgang mit Kinder- und Zwangsarbeit sind in der HALBA Policy und Massnahmenplan zum Schutz von Kindern geregelt.
Wir erfüllen unsere menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten gemäss den UN-Leitprinzipien und orientieren uns bei der Umsetzung am OECD-Due-Diligence-Leitfaden. Mehr dazu in der HALBA Policy und dem Massnahmenplan «Due Diligence».
HALBA setzt sich aktiv für die Reduktion von CO₂-Emissionen und den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen in allen Bereichen der Beschaffung ein. Dazu gehören ein effizienter Einsatz von Energie und Wasser, die Minimierung von Abfällen und der Schutz der Biodiversität. Wir fördern nachhaltige Landwirtschaftspraktiken wie biologischen Anbau und Dynamische Agroforstsysteme, um die Bodenqualität zu verbessern und Ökosysteme langfristig zu stärken (siehe HALBA Policy und Massnahmenplan «Agroforstwirtschaft»).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduktion von Verpackungsabfällen. HALBA setzt auf umweltfreundliche Verpackungslösungen und strebt eine deutliche Verringerung von Materialverbrauch und Abfallaufkommen an (siehe Verpackungspolicy). Auch in der Logistik setzen wir auf Reduktion von CO₂-Emissionen: Wenn immer möglich, bevorzugen wir See- und Schienenverkehr, da diese Transportwege deutlich emissionsärmer sind als der Strassenverkehr.
Die Art und Weise, wie und von wem wir unsere Rohstoffe beziehen, macht den entscheidenden Unterschied – für die Menschen vor Ort, für unsere Umwelt und für die Qualität, die wir unseren Kunden bieten möchten.